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Der Finanzmarkt hat kürzlich die Einführung einer neuen Regelung erlebt, die verspricht, die Art und Weise zu verändern, wie Umwelt-, Sozial- und Governance-Faktoren in Europa berichtet werden. Diese Veränderung soll eine neue Ära der Transparenz und fundierten Entscheidungsfindung für Investoren einläuten.

Also, wie heißt dieser Game-Changer? Es handelt sich um die Sustainable Finance Disclosure Regulation (SFDR). In dieser Policy-Notiz werden wir tief in die SFDR eintauchen und ihre Ziele, wen sie betrifft, was sie erfordert und mehr diskutieren.

Was ist die Sustainable Finance Disclosure Regulation (SFDR)?

Die Sustainable Finance Disclosure Regulation, allgemein bekannt als SFDR, ist eine wegweisende EU-Gesetzgebung, die standardisierte Anforderungen für die Offenlegung von ESG-Kriterien vorschreibt und die Transparenz der Nachhaltigkeitsberichterstattung unter den Finanzmarktteilnehmern erhöht.

1. Standardisierte Berichterstattung: Mit der Einführung der SFDR müssen Finanzmarktteilnehmer ihre Herangehensweise zur Berücksichtigung von nachhaltigkeitsbezogenen Auswirkungen bei ihren Anlageentscheidungen in einer konsistenteren Weise offenlegen.
 
2. Förderung von Transparenz: Die SFDR zielt darauf ab, Investoren klarere Einblicke in Nachhaltigkeits- und Umweltfaktoren innerhalb der Finanzmärkte zu bieten und eine informiertere Entscheidungsfindung zu fördern.
 
3. Vermeidung von Greenwashing: Durch den von der SFDR festgelegten Standard können Versuche, Finanzprodukte umweltfreundlicher darzustellen, als sie tatsächlich sind - bekannt als Greenwashing - eingeschränkt werden.

4. Effektive Umsetzung: Die SFDR wurde im März 2021 offiziell umgesetzt, im Anschluss an den EU-Aktionsplan für nachhaltige Finanzen. Erfahren Sie mehr über ihre Herkunft und Hintergründe hier.

Wer unterliegt der SFDR?

Die SFDR gilt für Finanzberater und Teilnehmer auf den Finanzmärkten (FMPs) in der EU. FMPs umfassen: 

  • Pensionsfonds, Vermögensverwalter, Versicherungsgesellschaften, Banken, Risikokapitalfonds und Kreditinstitute. 
  • Investment managers/advisers from outside the EU if they offer products in the European Market or oversee EU assets and funds. Investmentmanager/Berater von außerhalb der EU, wenn sie Produkte auf dem europäischen Markt anbieten oder EU-Vermögenswerte und -Fonds überwachen.
  • Größere FMPs (mit mehr als 500 Mitarbeitern) und solche, die die Hauptnachteiligen Auswirkungen (PAIs) berücksichtigen, müssen jährlich PAI-Erklärungen veröffentlichen.
  • Kleinere FMPs (mit weniger als 500 Mitarbeitern) können entweder dem Prinzip "Einhaltung oder Erklärung" folgen oder detailliert darlegen, warum sie nicht konform sind.

Was verlangt die SFDR?

Die SFDR verlangt zwei Offenlegungsebenen:

1. Berichterstattung auf Unternehmensebene: Hier müssen Institutionen offenlegen:

  • Nachhaltigkeitsrisiken im Zusammenhang mit ihren Investitionsprozessen 
  • Die wesentlichen nachteiligen Auswirkungen (PAIs) oder negativen Konsequenzen von Investitionsentscheidungen 
  • Wie Nachhaltigkeitsrisiken und ESG-Faktoren in ihre Vergütungspolitiken integriert werden. 

2. Berichterstattung auf Fonds-/Produktebene: Die SFDR kategorisiert Produkte in drei verschiedene Kategorien, für die jeweils eigene Offenlegungsvorschriften gelten:

  • Artikel 6 Produkte: beziehen sich auf Fonds, die Nachhaltigkeitsfaktoren nicht in ihren Anlageprozess integrieren. - Diese müssen 1) offenlegen, wie Nachhaltigkeitsrisiken in Anlageentscheidungen für Produkte integriert werden, und 2) die wahrscheinlichen Auswirkungen von Nachhaltigkeitsrisiken auf die Renditen der Finanzprodukte bewerten.
  • Produits de l'article 8 : font référence aux fonds qui promeuvent et intègrent les critères ESG dans leurs processus d'investissement. - Ils doivent 1) divulguer les caractéristiques ESG promues par le fonds et comment celles-ci sont satisfaites, et 2) se comparer à d'autres produits qui promeuvent des caractéristiques similaires.
  • Artikel 9 Produkte: beziehen sich auf Fonds, die nachhaltige Investitionen als ihr Hauptziel haben. - Diese müssen 1) die Ziele des ESG-Fonds offenlegen, 2) nachweisen, wie der Index mit diesen Zielen und der EU-Taxonomie übereinstimmt, und 3) erklären, wie und warum sich der festgelegte Index von einem breiten Marktindex unterscheiden kann.

Wo und wann sollten Offenlegungen gemacht werden?

1. Offenlegung auf Unternehmensebene: Institutionen sollten diese Informationen auf ihren offiziellen Websites präsentieren und dabei ihre Herangehensweise zur Integration von Nachhaltigkeitsrisiken sowie die Auswirkungen von ESG-Faktoren auf ihre Entscheidungsprozesse erläutern.

2. Offenlegung auf Produktniveau: Diese können entweder vorvertraglich oder im Jahresbericht präsentiert werden. Sie müssen jederzeit auf der offiziellen Website des Unternehmens zugänglich sein.

Die Berichterstattung über wesentliche nachteilige Auswirkungen sollte jährlich bis zum 30. Juni erfolgen und sich auf das vorangegangene Kalenderjahr beziehen.

Gibt es Strafen?

Es gibt keine direkten finanziellen oder rechtlichen Strafen für die Nichteinhaltung der SFDR. Unternehmen, die nicht konform sind, könnten jedoch einen Reputationsschaden erleiden.

Weiterführende Lektüre

Die Einführung der SFDR markiert einen bedeutenden Schritt hin zur Transparenz und Rechenschaftspflicht im Finanzsektor. Indem sie sicherstellt, dass Institutionen ihre Ansätze zur Nachhaltigkeit und die potenziellen Auswirkungen ihrer Anlageentscheidungen offenlegen, zielt die SFDR darauf ab, Investoren die Werkzeuge zur Verfügung zu stellen, die sie benötigen, um informierte Entscheidungen zu treffen.

Stellen Sie sicher, dass Sie immer über Vorschriften wie die SFDR auf dem Laufenden bleiben, um die besten Anlageentscheidungen zu treffen. Die Finanzwelt ist ständig im Wandel, und informiert zu bleiben ist der Schlüssel zum Erfolg.

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